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Autor Thema: Korsika, Alpen und wieder zurück ...
jochen167
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ID # 18




  erstellt: 09. Januar 2007 20:07    zitat    pm   mail   
Kleine Vorbemerkung:

mittlerweile ist meine Homepage online!

Diese und viele weitere Touren findet ihr unter

www.jochentour.de






Hallo

hier folgt die Beschreibung der „JochenTours 2006“ – Ziel war diesmal Korsika, die Provence und kleine Teile der Seealpen.

Los gings wie immer in Neustadt – die meisten Teilnehmer trafen sich hier und wir fuhren gemeinsam Richtung Schweiz. Zwischendrin wurde mein kleiner Grüner nach fast 12 Jahren endlich erwachsen – die 100.000er-Marke wurde voll



Nach ein paar Stunden rückte das erste Tagesziel in greifbare Nähe – am Horizont waren die ersten Berge auszumachen.



In der Schweiz fuhren wir über den Grimselpass:









Anschließend noch etwas den Furka hoch – er lag zwar nicht auf dem Weg, aber die Aussicht dort ist immer atemberaubend:



Die erste Übernachtung war in Brig

03.09.

Direkt von Brig aus geht’s über den Simplon-Pass nach Süden. Die normale Strecke ist teilweise gesperrt und es existiert noch eine uralte Ausweichstrecke – eng und windungsreich.



Auf der Passhöhe ist es morgens noch relativ kühl – ne kurze Pause muss reichen.



Weiter geht’s durch die Gondo-Schlucht. Sehr beeindruckende Felsmassive stehen rechts und links der schönen Gefällstrecke:





Gleich nach der Schlucht herrscht italienisches Wetter – es wird schlagartig warm und der Himmel leuchtet blau:



Die Straße runter zum Lago Maggiore ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Am Lago Maggiore herrscht viel Verkehr und der See an sich ist überall zugebaut. Fotos zu machen ist sehr schwierig – hier nur ein Bild von den Boromäischen Inseln:



Bei Stresa wird’s besser, wir fahren ein kleines Sträßchen hoch zum Orta-See. Hier hat man auch schöne Blicke auf den Lago Maggiore – wenn ich denn welche gemacht hätte ....

Weiter geht’s nach Süden über die Autobahn bis in die Apeninnen nördlich von Genua. Sehr schöne Straßen gibt es dort und es ist auch nicht allzu viel Verkehr.

Bei einer kleinen Rast hatte ich mal Gelegenheit, die meisten Mitfahrer zu fotografieren. Hier werden meine Gefährten mal kurz vorgestellt:

Udo, Frank und Jochen (die Twins)


Tina (alias Anita)


Wolfgang und Mandy


Hans


Andy (S.....l)


…. und das aktive Tournavi Mandy

hier allerdings in „standby-Modus“

Abends kamen wir am Mittelmeer in Varazze an.



04.09
Es geht frühmorgens um 6 Uhr los – wir fahren ca. 10 km bis zum Fährhafen in Savona und fahren für 6 Stunden mit der Fähre nach Korsika.



... noch ist es etwas kühl – durch geschicktes Nutzen der geklauten Kleidungsstücke ist aber eine doch so was wie Gemütlichkeit drin ...





Schnell wird es aber warm und spiegelglatt liegt das Mittelmeer da.



Als die Insel ins Blickfeld kommt, sind auch gleich die ersten interessanten Straßen auszumachen .... gemeinsam wird Karte mit Wirklichkeit verglichen und die ersten Routenplanungen laufen im Kopf ab.



Nach den ersten Kilometern auf den Straßen überzeugt es mich: die Straßen sind wirklich sehr eng, windungsreich und unübersichtlich – daran muss man sich erst mal gewöhnen ... aber wir haben ja Zeit.





Als positive Überraschung erweisen sich unsere 4 Appartements bei Algajola – geräumig, sauber und praktisch eingerichtet. Dort kann man sich wohlfühlen und unser Basislager einrichten:



05.09.
Wir machen erste Erkundungen auf der Insel – der Nordwesten steht auf dem Plan.

St. Antonini


kleine Bergdörfer auf der Strecke


... für ein gutes Foto ist jede Verrenkung recht ....


Ich weiß nicht ob die Bewohner des Ortes auf der Insel unbeliebt sind oder es nur als Drohung gedacht war – jedenfalls sind wir direkt diesem Hinweis gefolgt:



und kamen auch an einem sehr interessanten Ort heraus, der Kirche St. Francesco di Cacccia. Wegen Platzmangels sind die Gräber auch innerhalb der Kirche untergebracht. Licht- und Schattenspiele zaubern viele schöne Eindrücke:









Weiter geht’s ins Asco-Tal. Meiner Meinung nach einem der schönsten Abschnitte der Insel. Die Bilder sprechen für sich:













Kleiner Tipp: direkt nach der Genueser Brücke ist eine herrliche Badestelle in einem kalten und klaren Gebirgsbach – eine prima Abwechslung bei über 30 Grad:





Auf dem Rückweg zum Appartement werden kurvenreiche Straßen natürlich nicht ausgelassen.



06.09.

Das Zentrum der Insel liegt diesmal auf unserem Tagesplan. Erstes Ziel ist Corte – die alte Hauptstadt der Insel.



und dann weiter ins Restonica-Tal.





Laut Baedecker soll dies das schönste Tal der Insel sein, die Asco-Schlucht von gestern hat allerdings jedem von uns besser gefallen.
Weiter geht’s zum Col di Vergio – ein anspruchsvoller Pass mit sehr herausfordernden Straßen fast völlig ohne Gegenverkehr:





Danach fahren wir in Richtung des Golfes von Porto – die Landschaft wird immer schöner!!





Im Abendlicht liegt der Golf vor uns:





Aber das Beste folgt gleich im Anschluss: die Calanche – ein kleines Verbindungssträßchen das im Abendlicht einfach ein „Muss“ ist:









07.09.
Ich mache diesmal das Navi und fahre bei Wolfgangs SLK mit. Die Castagniccia – der Nordosten der Insel – ist unser Ziel.
Dichte Kastanienwälder geben der Gegend den Namen.



Auch hier gibt es fast ausgestorbene Orte in fast völliger Einsamkeit.



Damit die Kultur auch nicht zu kurz kommt, machen wir kurze Rast an einem verfallenen Kloster:





Unterwegs stoßen wir auch kurz auf eine Oldtimer-Rallye – aber alle Teilnehmer sind grade auf der Siesta ....



Zurück zum Basislager werden die Gebirgsstraßen an der Ostküste immer enger – aber alles in allem eine tolle Landschaft:









08.09.
Heute mache ich mal alleine eine Tour in die Gegend der Bucht von Calvi.









Unterwegs fahre ich noch in 2 einsame Täler – kaum ein Mensch begegnet mir. Man ist völlig allein ....









Auf der Rückfahrt zur Warnung eines der vielen Autowracks – es zeigt anschaulich was passiert, wenn man auf diesen Strecken nicht dauernd aufpasst.




09.09.

Der letzte Tag auf Korsika ist angebrochen – wir nutzen den Tag damit, einmal das Cap Corse – die Nordspitze der Insel – zu umrunden.
Gleich zu Anfang sehen wir einen größeren Waldbrand. Dutzende Löschflugzeuge und Hubschrauben versuchen erfolgreich den Brand zu bekämpfen:



Wir fahren die Tour gegen den Uhrzeigersinn und fangen bei Bastia mit der Ostküste an.







Im Norden angekommen ist erst mal Zeit für ne kleine Rast und Fotoshooting:







Anscheinend bekommt die Nordluft unseren Tourfrauen sehr gut – sie sind prächtiger Stimmung





Etwas weiter ist Zeit zum Muschelsammeln:







und wir Tourmänner kümmern uns darum, richtig gute Bilder für unsre Sig zu produzieren ... vor etwaigen Salzrändern darf man sich hier aber nicht fürchten ...





Nun ist die Westküste des Kaps dran – wilder und rauer als der Osten.







In Bastia angekommen geht’s auf unsere Fähre. Sie fährt uns über Nacht nach Toulon.



Dabei fällt uns auf, das in irgendeinem unbeobachteten Moment jemand sein Kind über die Motorhaube des Twin-MX laufen ließ .... so ein Dreckspatz



Die Übernachtung auf der Fähre ist sehr angenehm, kaum Seegang und auch sonst ist die Fähre überraschend komfortabel und die Zimmer relativ groß. Jeder von uns hat Außenkabinen. Die Bierpreise sind auch bezahlbar – keiner von uns muss ja noch fahren ...

OK – der Kapitän macht beim Eichen der nautischen Instrumente und beim Checken der Laderaumtüren nicht so den vertrauensvollen Eindruck, er ist aber sehr nett ....



10.09.

Wir kommen frühmorgens in Toulon an und fahren unserem Lieblingshotel in der Provence entgegen.

Auch die Provence besticht durch ihre tollen Straßen.



Je nördlicher wir kommen, desto typischer wird die Gegend:



Relativ früh am Tag kommen wir am Fuß des Mont Ventoux an – in unserem wunderschönen Hotel vom Vorjahr:



Die äußerst nette und charmante Wirtin hat auch gleich ne Überraschung für mich: im Zimmer des Tourguides befindet sich ein ansprechender Whirlpool – den wir natürlich gleich zum Ausspannen nutzen:



Derart ausgeruht mach ich gleich Abends noch ne Tour für mich allein .... bei solch einer Auswahl von einsamen geschwungenen Sträßchen hält es mich nicht im Pool:







Selbst der Blick durch eine schnöde Balkontür bietet Raum zum Träumen



11.09.

Heute ist unser Ziel „Über und Um den Mont Ventoux“. Vom letzten Jahr weiß ich ja noch, wie toll die Anfahrt zum Gipfel von Osten aus ist. Hans ist so nett und leiht mir seinen NC aus!! Er fährt dafür mal meinen NA und gemeinsam stürmen wir mit Volllast dem Gipfel entgegen. Wie ich mir gedacht habe, ist der NC eindeutig schneller und liegt prima auf der Straße. Zeit zum fotografieren lass ich mir aber nicht .... deswegen nur Bilder vom Gipfel:







Beim Runterfahren bin ich Beifahrer im NA und mach ein paar Bilder, zu denen ich vorhin keine Zeit hatte:





Südlich des Gipfels liegt die Gorges du Nesque – eine überraschend schöne Schlucht. Sie erinnert mich an die Ardeche und die Verdon-Schlucht:











und aus der Ferne wacht der Ventoux über uns:



Erschöpft und mit Blasen an den Händen muss das Tournavi fantasie walten lassen und andere Körperteile zum Lenken und Schalten einsetzen ... dank Handschuhen ja kein Problem





Letztes Etappenziel ist das Städtchen Rousillon – bekannt durch die Ockersteinbrüche. Ein sehr schönes Städtchen, wenn auch etwas touristisch.









Abends entspannen wir uns bei Whirlpool und sehr gutem Essen.

12.09.

Auch den Morgen soll man bei gutem Essen beginnen – besonders im Urlaub. Im Sonnenschein lassen wir uns das Frühstück schmecken.



Danach brechen wir auf durch die Provence. Einsame Straßen laden dazu ein schnell zu fahren, kein Verkehr kommt entgegen und die geschwungenen Kurven machen süchtig. Wir schaffen es doch glatt innerhalb von 30 Minuten über 50km zu fahren!

Oben auf dem Signal du Lure ist es noch etwas kalt und das Führungsfahrzeug spendet willig überschüssige Wärme:



Auf dem Gipfel kann man schon die ersten Berge unseres heutigen Ziels erkennen: die Seealpen. Von mir seit dem letzten Jahr schon heiß ersehnt:



Vorher kommt aber noch die Schlucht von Barles. Da ich vorher noch nie was von der Schlucht gehört hatte, war ich sehr überrascht, wie eindrucksvoll diese Strecke ist. Die Berge werden schnell enger und höher und die Landschaft immer wilder:









Aus der Schlucht heraus geht’s hoch – einmal um den Lac de Serre Poncon herum. Tolle Ausblicke bieten sich:



Weiter geht’s zu einem der schönsten Alpenpässe die ich kenne – den Col de Izoard. Mondlandschaften und abwechslungsreiche Strecken bieten sich dem Zuschauer. Wolken bieten tolle Licht- und Schatteneffekte:









Hier ein paar Gipfelbilder:





Danach übernachten wir in Briancon.

13.09.
Heute ist unser 6-Pässe-Tag.

Wir beginnen gleich mit einem Highlight, dem Col du Galibier. Das Wetter bis dahin ist Wechselhaft – aber landschaftlich sehr ansprechend.



Auf dem Gipfel selbst herrschen eisige Temperaturen – kein Wunder, denn wir sind ja über 2600m hoch:



Kaum dreht man sich jedoch herum, sieht man nicht weit entfernt wieder die Sonne scheinen.



und 5 Minuten später mussten wir wieder unsere Klamotten ausziehen – so schnell wurde es warm!



Als nächstes kam die Montvernier-Passstraße dran. Diese Straße ist eine der windungsreichsten Straßen der Alpen. Kurve an Kurve führt die Straße fast senkrecht eine Felswand hoch. Leider hab ich keine guten Bilder davon –vielleicht kann man hier ja etwas erahnen:



Oben angekommen ist allerdings noch nicht Schluss – eine schöne Straße führt immer höher hinaus:



Vom letzten Jahr vorgewarnt, hatte ich diesmal Zeit, die Schutzpatronin unserer Touren zu fotografieren:



Der heiligen Mutter Gottes der gesegneten Querbeschleunigung

Wir dankten ihr mit einem quietschen der Eagle F1 und stürmten weiter den Bergen entgegen.

Der nächste Pass war der Col de la Madeileine mit einem herrlichen Blick auf den fast 5000m hohen Mont Blanc.





Oben angekommen tat eine kleine Rast in der Sonne gut:



Als überraschend anspruchsvoll erwies sich die Auffahrt zum kleinen St. Bernhard. Aus 600m Höhe ging es bis über 2100m hoch und die Straße dorthin war schnell zu fahren und gespickt mit Spitzkehren. Darüber hinaus boten sich noch eindrucksvolle Ausblicke:



Zum Großen St. Bernhard hin wurde das Wetter kurzzeitig wieder etwas schlechter. Aber gute Einblicke boten sich trotzdem:





Ziel des heutigen Tages war wieder unser erstes Hotel in Brig- damit schloss sich sozusagen der Kreis wieder und die Sonne versank uns leise grüßend hinter den Bergen.



Am folgenden Tag fuhren wir noch über den Nufenenpass und die alte Tremola-Strecke über den St. Gotthard. Diesen Teil sogar bei strömendem Regen! Es war sehr spaßig, die alten Pflastersteine bei glitschnassen Bedingungen zu fahren.... Die Bilder aber spare ich mir jetzt, da ich fast nimmer schreiben kann....

Die Tour war toll, die Mitfahrer waren noch besser und es hat meiner Meinung nach alles prima geklappt.

Es waren 13 wunderschöne Tage mit euch allen!!



Bis zum nächsten Jahr – ihr wisst ja wo es hingeht ....

Jochen

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