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Autor Thema: Französische Seealpen 2009
jochen167
3



ID # 18




  erstellt: 25. September 2009 20:44    zitat    pm   mail   
Kleine Vorbemerkung:

mittlerweile ist meine Homepage online!

Diese und viele weitere Touren findet ihr unter

www.jochentour.de





Tourbericht JochenTours 2009



Wie in fast jedem Jahr, kommt hier nun wieder mein Bericht der JochenTours 2009.
Das Ziel der diesjährigen Tour waren die französischen Seealpen – ein Kurvenspaß ohne Ende!!

Zuallererst stelle ich euch mal meine Mitfahrer der Tour vor, von links nach rechts:




Hans, Tina, Gerit, Andy, Udo, Jochen, Wolfgang, Nicole, Micha und Martin. Vorne natürlich das Auto des Tourguides (Jochen – ich), das diesmal als NA einen einsamen Stand hatte. Wir waren mit insgesamt 7 Fahrzeugen unterwegs.

Die Tour ging über 15 Tage und war alles in allem ca. 5000 km lang – hier eine kleine Übersicht:



Tag 1
Der erste Tag war noch relativ unspektakulär. Wolfgang, Andy, Martin, Gerit und ich fuhren über die Autobahn runter in einen kleinen Ort südlich von Grenoble. Vom vielen Geradeausfahren waren wir allerdings etwas unterfordert und machten gleich nach der Ankunft im Hotel eine kleine erste Tour in unbekannte Ecken des Vercors (so heißt der dortige Gebirgsstock südlich von Grenoble).

Besonders interessant ist der dortige Hausberg – der Mont Aiguille – der als großer solitärer Block die anderen Berge überragt:



Auch werden die ersten der vorbereiteten JochenTours-Aufkleber geklebt. Werbung ist ja schließlich das halbe Leben …. grins



Tag 2
Heute geht’s schon voll los, mit dem Einstieg in die Gebirgswelten. Das Vercors ist meiner Meinung nach eines der interessantesten Gebirgsabschnitte der Alpen – besonders was die Anzahl an wirklich abenteuerlichen Sträßchen, Schluchten und Pässen angeht. Kein anderer Bereich bietet eine solche Anzahl kurioser Straßen auf so engem Raum.

Im Schatten des Mont Aiguille tauchen wir gleich mal ab in schwieriges Geläuf.





Gleich am ersten Pass hatten wir den -zum Glück- einzigen und folgenlosen Ausritt in einen Graben zu beklagen. Leichte Anfangsschwierigkeiten eben …



Die kleine Vercors-Runde geht weiter am Col de Rousset, der erstmal sehr schön zu fahren ist und andererseits auch einen tollen Ausblick auf die „geleistete Arbeit“ bietet.





Der Col de la Machine ist ebenso ein „muss“ auf der Pässeliste. Erstens weil er genau auf der Route liegt und zweitens wegen seines tollen Namens.



Direkt danach folgt nämlich die Combe Laval! Wer sie kennt vergisst sie nie und wer sie noch nicht kennt, will dorthin! Atemberaubende Aussichten und gewaltige Tiefen erwarten den Fahrer dort:



Abenteuerlich geht das Sträßchen weiter:







Ein Dutzend Tunnelchen durchbricht die Felswand und macht die Straße erst fahrbar.







Dies waren die bekannten Teile des Vercors. Im letzten Jahr hab ich die letzten 2 Tage der JochenTour 2008 genutzt, um die noch weitgehend unbekannten Teile zu „erforschen“. Diese Investition hat sich gelohnt.

Hier die Straße zur Gorges du Nan:









Die Gorges du Nan – ein kleiner verwinkelter Geheimtipp. Mein JochenTours-Aufkleber von 2008 klebt immer noch am Eingang! Etwas stolz darauf, klebe ich gleich den diesjährigen Aufkleber dazu!



Die Straße selbst ist eine Wucht – seht selbst:









Der Canyon des Ecouges ist eher unspektakulär.



Tag 3
Weitere weitgehend unerschlossene Straßen stehen auf dem Programm – die „geheimen Schätze“ des Vercors und des Ecrins.
Zuallererst die laut „Denzel“ kurioseste Straße in den Alpen. Die Verbindung von Bourg d´Oisans nach Villard-Notre Dame.
Eng – steil – voller Steinschlag präsentiert sich die Straße …. einfach geil!









Weiter geht’s über dutzende Spitzkehren hoch nach Alpe d´Huez und von dort einen Rundweg durch einsamste Täler.



Zwischendrinn kommt endlich die Sonne raus und zaubert tolle Farbenspiele!



Sehr kurvenreich geht’s weiter...



Das kleine Sträßchen nach La Garde hab ich letztes Jahr nur aus der Ferne gesehen – aber diesmal musste ich drüber fahren!





Auf der anderen Talseite ist die Straße von heute Morgen zu sehen ….



Weiter geht’s in ein enges Tal nach la Berarde. Sehr sehenswert …..









Mittlerweile ist das kurze Schlechtwettergebiet weitergezogen und hinterlässt uns für die nächsten 2 Wochen fast nur noch Sonnenschein und gute Fernsicht. Die beste Gelegenheit, einen kleinen Abstecher hoch zum Col du Galibier zu machen – zwischendrin liegt noch der Col du Lautaret auf dem Weg.




Schon auf dem Weg hoch zum 2645m hohen Galibier zeigt sich die atemberaubende Fernsicht.









Wir machen allerdings nur einen Abstecher bis auf die Gipfelhöhe – unser Tagesziel liegt weiter östlich in Briancon.
Briancon ist eine alte Festungsstadt mit schönen alten Gassen und guten Gelegenheiten zum Essen gehen.







Tag 4
Von Briancon aus beginnen wir die letzte Etappe zu unserem eigentlichen Ziel – Saint Jeannet in der Nähe von Nizza.

Gleich im frühen Morgenlicht nehmen wir ein fahrerisches wie optisches Highlight unter unsere Räder – den Col d´Izoard.
Die Eindrücke bei besten Fotobedingungen sind wirklich toll:











Über einige weitere Pässe geht’s südwärts zur abgelegenen Brücke Pont du Chatelet. Nur wenige Meter lang und noch einige Meter enger, überspannt sie einen über 100m hohen Felseinschnitt. Wirklich sehr interessant und sehenswert!







So – danach geht’s jetzt erstmal richtig los!!
Bei besten Wetter- und Straßenbedingungen und kaum Verkehr pressen wir uns den langen und steilen Anstieg zum 2802m hohen Col de la Bonette hoch! Die Straße ist relativ übersichtlich, in hervorragendem Fahrbahnzustand und breit genug, um auch einigermaßen gefahrlos zu überholen. Der Col de la Bonette ist der höchste geteerte Pass des gesamten Alpenraumes. Übrigens sind wir auf der Tour 5 der 6 höchsten Alpenpässe gefahren ….

Oben auf dem Gipfel bietet sich heute eine grandiose Aussicht:









Gegen Nachmittag kommen wir dann in Saint Jeannet an.

Zeit, um mal mit dem dem Gerücht aufzuräumen, JochenTours wären anstrengend! Wir haben uns im Vorfeld eine große Villa gemietet, die eigentlich alles zu bieten hat, was man sich wünscht.



Morgendliche Ausblicke aufs Mittelmeer beim Aufstehen



Gemeinsames Frühstück im Sonnenschein



Selbstgekochtes Abendessen bei Rotwein, Bier und Kerzen



einen eigenen Pool zum Abkühlen



und Aussicht über die Dächer von Nizza bei Tag und bei Nacht!!







…. da kann doch eigentlich gar kein Stress aufkommen …. oder??

Tag 5
Einige der Mitfahrer sind ja gestern Abend erst direkt aus Deutschland in die Villa gekommen. Aus diesem Grunde machen wir heute zur Eingewöhnung erst mal eine etwas kürzere Tour durch das Gebirge.

Zuerst geht’s in die Gorge du Loup:





Anschließend in die Montagnes du Cheiron mit einem Highlight: dem Dörfchen Aiglun und seinem abenteuerlichen Anfahrtsweg.














Als ich im letzten Herbst ähnliche Bilder dieser Straße sah, reifte mein Entschluss, 2009 wieder mal in die Seealpen zu fahren!!

Da fast der Hälfte unserer Autos zwischendrin das Benzin äußerst knapp wurde, hat sich dieser Teil der Tagesetappe als Eco-Challenge in unser Gedächtnis eingebrannt. Aber nach ausgiebigem Tanken in Puget-Theniers konnten wir beruhigt einen Entspannungs--Kaffee trinken.



Hier nochmal unsere „Heimatbasis“ Saint Jeannet:



Tag 6
Eine der größten südfranzösischen Sehenswürdigkeiten ist unbestreitbar der Canyon du Verdon. Diese größte Schlucht Europas ist 21 km lang und bis zu 700m tief. Nach dem Grand Canyon ist sie sie gewaltigste ihrer Art.
Dieser Canyon ist auf 3 verschiedenen Straßen zu umfahren und wir haben vor, sie alle zu befahren.

Wir beginnen mit dem Point Sublime, einer kleinen Stichstraße am Eingang der Schlucht.





Danach kommt die Route des Cretes. Dies ist ein Rundweg, der die eigentlichen Höhepunkte des Canyons verbindet. Grandiose Ausblicke bieten sich:





P









Die „Tourfrauen“ sind auch ganz von den Socken ….



Weiter geht’s zur Corniche Sublime, der Südumfahrung der Schlucht ….



Zwischendrin liegt noch ein Stausee, der Lac de Sainte Croix, der von vielen Touristen als Erholungsziel genutzt wird.
Ein tolles türkis blaues Wasser füllt den See – sehr sauber und erfrischend!





Den Abschluss der Schluchtenrunde bildet die Pont de l´Artuby. Diese Brücke wird auch oft von Bungee-Springern genutzt.... wir hatten aber schon unsere Abenteuer für heute ….



Auf dem Nach-Hause-Weg finden sich schon noch ein paar landschaftlich und fahrerisch schöne Strecken … wär doch gelacht ….







Tag 7
Nach der langen Tour gestern geht es heute mal wieder auf eine kleinere Tour. Das Esterelmassiv mit seinen roten Porphyrfelsen steht auf dem Programm. Mit dabei ist auch die wohl schönste Küstenstraße Südfrankreichs zwischen Cannes und Saint Raphael.

Hier erste Einblicke am Aussichtspunkt Point d´Aiguille:





Dank dem hervorragenden Programm GoogleMaps hab ich bei den Tourvorbereitungen schon festgestellt, dass sich an dieser versteckten Stelle ein kleiner Strand befindet, an dem wir auch gleich mal eine Rast einlegen.



Andy und Wolfgang nutzen gleich die Gelegenheit, um sich den Gasfuß etwas zu kühlen ….





… wir Anderen sind da eher etwas salzwasserscheu und gucken der Brandung zu …







Weiter geht’s der Küste entlang und dann ins Innere des Gebirges. Leider ist der wirklich abgelegene Teil des Esterelmassives für Autos nicht befahrbar.





Nach dem „offiziellen“ Teil der Tour nutzen Gerit und ich die Gelegenheit, um in der Parfümstadt Grasse etwas das dortige Parfümmuseum zu besichtigen und etwas in der Stadt zu schlendern.











Abends bewirtet uns Martin mit selbst gekochtem Chilli con Carne … wirklich sehr lecker!!





Tag 8
Heute fahren wir zu einem meiner persönlichen Highlights des Urlaubes. Es geht in tiefe enge Schluchten und über abenteuerliche abgelegene alte Pässe! Heute gibt es wirklich Kurven bis zum Abwinken!

Wir beginnen mit der Cians-Schlucht. Zuerst gelbliches, dann tiefrotes Gestein umfängt uns....









Eigentlich ist dieser alte Straßenabschnitt für Autos schon längst gesperrt – aber grade in Frankreich gilt ja: wo man durchkommt, fahren wir lang!









…. grade diese mehrere hundert Meter Schluchtenstrecke bildeten früher den spektakulärsten Abschnitt der Schlucht.

Kurz hinter Valberg, am Col du Vasson, befindet sich dieser herrliche Aussichtspunkt! Die höchsten Berge im Hintergrund sind unser heutiges Tourziel.





Die wirklich herausfordernden Pässe beginnen jetzt. Sehr eng, sehr kurvenreich und fast völlig ohne Randsicherung. Pässe, so wie sie vor vielen Jahren mal gebaut wurden!
Mit dem Col des Champs beginnen wir.









…. das mittlerweile obligatorische Pass-Schildchen der Tour darf nicht fehlen …



… und weiter geht’s







Der uralte Col d´Allos folgt jetzt ….





Oben – kurz nach der Passhöhe – folgt das mittlerweile traditionelle Omelette-Essen! Einer der nettesten Hüttenwirte, die ich je erlebt habe, bewirtet uns reichlich und gut. Jederzeit zu empfehlen!







Runter geht’s – denn wir müssen den nächsten Pass wieder hoch!



Dieser Pass heißt Col de la Cayolle und übertrifft alle heute gefahrenen Pässe an Kurvenreichtum und welligem Straßenbelag.











Nach so vielen Hochgebirgsstrecken steht jetzt wieder eine Schlucht auf dem Plan: die Daluis-Schlucht. Wieder voller toller Ausblicke und tiefrotem Gestein.













Immer noch voller Tatendrang zieht es uns über den Col Saint Raphael auf die Sonderprüfung der Rallye Monte Carlo zwischen Ascros und Gilette. Unglaublich eng und kurvenreich, aber auch reich an schönen Ausblicken... und für meine Nachfolger auch zum Dreck fressen …







Aber letztendlich geht auch dieser – wohl kurvenreichste Tag der Tour – zu Ende.

Tag 9
Die Seealpen bei Nizza werden durch das große Tal des Flusses Var getrennt. In den letzten Tagen haben wir viele Teile des westlichen Bereiches erkundet, jetzt geht’s in den östlichen Teil mit den weltberühmten Pässen der Rallye Monte Carlo.

Zuerst geht es in die Gorges de la Vesubie:



Nach der Schlucht biegen wir links ab, hoch zum Ort Utelle. Schon die Anfahrt dorthin ist eine Wonne! Seht selbst:





Von Utelle aus geht ein kleiner Weg hoch zur bekannten Wallfahrtskapelle Madone d´Utelle. Einer der besten Aussichtspunkte der Seealpen.









Danach geht’s weiter zum Col de Turini. Dieser Pass – bekannt aus der „Nacht der langen Messer“ der Rallye Monte Carlo – ist aus insgesamt 3 Richtungen anzufahren. Wir nehmen die enge, steile und kurze Anfahrt von Südwesten her.
Das Glück ist uns hold! Die ganzen 15 Kilometer ist kein Auto vor uns – und fast kein Auto kommt uns entgegen. Freies und wildes Fahren ist angesagt!









Am Ziel ….





Der Eigentümer des Gipfellokals ist auch so nett und klebt sich gleich mal unseren Touraufkleber in den Eingang! Sehr vorbildlich …. grins



Am dortigen Gipfel geht auch eine relativ unbekannte Panoramastraße ab nach l`Authion. Landschaftlich sehr schön, allerdings weist die Straße ein starkes Dachprofil auf und mein Mxchen ist dauernd in Gefahr, satt mit dem Kat oder Auspuff aufzusetzen. Aufpassen ist also angesagt …







Sogar ein alter Sherman-Panzer bekommt noch eine nützliche Verwendung und Kinder dürfen ein bisschen mit den alten Sachen spielen ….





Wieder zurück auf dem Gipfel des Turini müssen wir leider feststellen, dass die schönste Strecke nach Sospel schon seit einiger Zeit wegen eines Felssturzes gesperrt ist. Leider müssen wir deshalb die relativ einfach zu fahrende Straße Richtung Süden, nach Luceram nehmen.
Dies war allerdings nur im ersten Moment bedauerlich, denn unvermittelt stoßen wir auf eine namenlose, nirgends bezeichnete Passstraße, die es wirklich in sich hat. Tolle Ausblicke und noch schönere Kurven lassen uns auf dieser Straße in Verzückung geraten.







Mittlerweile habe ich herausbekommen, dass dieser Abschnitt „la Cabanette“ genannt wird.

Mein JochenTour-Aufkleber beinhaltet ja ein Bild mit vielen schönen kleinen Kurven. Dieses Bild stammt vom Col de Braus. Ein absolutes Muss, einmal wegen des tollen Namens und andererseits wegen der tollen Kurven.









Klar, dass oben auf der Passhöhe alles beklebt werden muss ….







Von der Passhöhe aus zweigt eine Straße zum Col de l´Orme ab. Wiederum kaum befahren, eng und wild und mit einem tollen Blick auf die la Cabanette!





Klar, dass wir sie nochmals hoch fahren!



Über weitere sehenswerte Pässe fahren wir wieder zurück, um uns in der Villa zu entspannen.

Tag 10
Von den zwei anstrengenden und kurvenreichen Tagen ist ein Teil der Truppe ausgelaugt und bleibt in der Villa zurück oder macht kürzere Touren ins Gebirge.
Micha, Nicole, Wolfgang, Gerit und ich fahren ins Italienische, nach Ligurien.

Der erste Stopp ist in Dolceaqua, einer gut erhaltenen mittelalterlichen Stadt.









Laut Karte sind es Hauptverkehrsstraßen, aber die Wirklichkeit sieht anders aus! Egal – wir fahren weiter ins Hinterland.






In den Bergen über San Remo werfen wir einen Blick auf die Stadt und machen gleichzeitig eine verdiente Rast in einem schönen kleinen Lokal. Die Straßen in Liguren sind nicht einfach zu fahren, sehr kurvig, schlecht einzusehen und eng.





Danach sind auch wir etwas fertig und fahren über die Autostrada zurück nach Saint Jeannet.

Tag 11
Tina, Hans und Udo fahren wieder zurück nach Deutschland, ihr Urlaub ist vorbei. Wir hingegen bleiben noch 2 weitere Tage in der Villa.
Die Cote d´Azur kam bisher etwas zu kurz, dies holen wir nach und folgen den Spuren von Grace Kelly und Cary Grant nach Nizza.

An der Promenade des Anglaises mit ihren berühmten Hotels entlang, geht es durch Nizza:







An der Cote d´Azur entlang stehen uns 3 Möglichkeiten zur Verfügung: einmal die Küstenstraße direkt am Meer entlang, dann die Moyenne Corniche auf halber Höhe zwischen Meer und Bergen und die Grande Corniche. Die Grande Corniche ist die älteste und höchst gelegene der 3 Straßen. Diese nehmen wir auch.





In La Turbie besichtigen wir die Trophee des Alpes, ein in der Römerzeit angelegtes Siegesdenkmal. Es ist noch relativ gut erhalten und bietet eine gute Aussicht.









Vom Fuße des Denkmals aus hat man auch einen wunderbaren Blick auf Monaco:







Im Hinterland liegt nördlich von Monaco ein hoher Berg -der Mont Agel. Dieser Berg ist die Radiostation von Radio Monaco und die Straße dort hoch windet sich in vielen Spitzkehren bis fast zum Gipfel.







Wir biegen wieder ab ins Gebirge, da wo uns die Pässe rufen! Ein kleines feines Sträßchen führt nach Sainte Agnes, dort ruft ein Kaffee mit grandioser Aussicht.









1000 weitere Kurven bringen uns dann wieder zurück an den Ausgangsort.

Tag 12
Heute sind wohl alle müde!! Gerit und ich sind aber nicht zu bremsen, und wir nutzen den Sonntag Vormittag um in Ruhe Monaco zu besichtigen. Um dort nicht negativ aufzufallen, ist zuerst mal Autowaschen angesagt. Denn ein sauberes Mxchen ist grade in Monaco schon die halbe Miete ….



Vor Monaco hatte ich seit meinen Erfahrungen 2005 einen Horror! Stundenlange Staus und dicke Luft waren damals das Einzige, das ich von Monaco mitbekam.
Heute war es vollkommen anders! Kaum Verkehr, Sonnenschein und nur positive Erfahrungen waren heute an der Tagesordnung.
Sogar äußerst gepflegte, großzügige und spottbillige Parkplätze im Parkhaus haben wir problemlos bekommen!

Das Casino



berühmte Hotels und Restaurants an der Küstenstraße





der Hafen



Innenstadt







tausend schöne Frauen



die Strandpromenade





Klar, dass ich bei dem wenigen Verkehr ganz angefixt war, auch mal die Grand-Prix-Strecke zu fahren! Bis auf wenige Kurven und Abschnitte ist die Strecke offen …. mit kleinstmöglichem Gang und noch einigermaßen legal befuhr ich die Strecke ohne jegliche Ampelstopps oder ähnlichem. Allerdings in etwas mehr als 75 Sekunden!
Vor dem Tunnel war natürlich abbremsen angesagt und dann mit Karacho und Höchstdrehzahl durch …. klingt sogar mit Serienauspuff gut!









An der Küstenstraße entlang geht es ostwärts Richtung Menton und dann in die Berge nach Sospel. Ich will mit eigenen Augen sehen, ob der Turini auch wirklich gesperrt ist …. leider ist er es ...







Als Ausgleich rollen wir den Col de Braus von der anderen Seite aus auf. Forciert gefahren ist dieser Pass wirklich eine starke Herausforderung für die Bremsen, stinkend und leicht qualmend musste ich dann etwas Tempo raus nehmen ….








Zwischendrin fanden wir noch einen weiteren Aussichtsberg – den Mont Chauve, der einen tollen Blick auf Nizza bot.





Im Anschluß fuhren wir nochmal über den Var nach Westen und befuhren dort noch ein paar kleine abgelegene Sträßchen.







Tag 13
Heute heißt es auch für uns: die schönen Zeiten in der Villa sind vorüber! Nach 10 Tagen dort geht es wieder nordwärts Richtung Deutschland.
Prinzipiell war es die richtige Entscheidung kein Hotel zu mieten, sondern sich zusammen einzuquartieren. Die Villa hat weniger gekostet als 10 Nächte im Hotel für je 10 Personen und das Leben dort war erheblich günstiger, als jeden Tag Frühstück und Abendessen zahlen zu müssen. Grade die Abendessen schlagen in Frankreich ja voll ins Portemonaie.
Dazu gab es genügend Freiraum für alle und wir hatten ja wirklich fast alles was man sich wünschen konnte dort …

Morgens ging es los bis Sospel und von dort aus nicht über den Col de Braus, sondern über den Col de Brouis. Schöne schnelle Kurven vertreiben die letzte Müdigkeit aus den Knochen ….







Durchs Roya-Tal geht es nordwärts Richtung Tenda.





…. und dann kommt er: der berühmt - berüchtigte Tenda-Pass!!
48 Kehren dicht an dicht übereinander und dann geht es über 32 Kehren wieder bergab.

Die Einfahrt zum Pass ist sehr leicht zu übersehen und nicht ausgeschildert.



Dann folgen 31 äußerst enge Spitzkehren mit altem Teerbelag. Schön und relativ einfach zu fahren … macht viel Spaß!







Ab Kehre 31 ist der Pass dann für die nächsten 15 Kehren und ca. 5 km geschottert – und zwar äußerst grob geschottert!
Seit langer Zeit bin ich keinen solch schlechten Pass mehr gefahren, mehrfaches Abräumen der Strecke und Streckenbegehungen vor dem Befahren der Kurve waren nötig.
Für die ersten 31 Kurven brauchten wir 10 Minuten – die anderen 15 Kurven benötigten 90 Minuten. Für mein vollgepacktes und mit 2 Personen beladenes Mxchen war es sehr grenzwertig ….

















Bei nur 4 Grad und null Fernsicht hielt es uns nicht lange auf dem Gipfel. Die Straße bergab in Italien war fast durchgehend geteert und bis auf einige grobe Schlaglöcher in gutem Zustand.

Weiter ging es über Dalmazzo und Dronero ins Maira-Tal. Leider war uns dort das Wetter nicht wohl gesonnen und es regnete. Wer jemals dort in die Gegend kommt, sollte bei Regen äußerst vorsichtig sein. Die übereinstimmende Meinung der 5 Fahrer war: bei Regen unfahrbar!!
Es war kaum möglich, sein Auto annähernd auf geradem Kurs durchs Gebirge zu bringen. Dieser Asphalt war der schlechteste, den ich jemals unter den Rädern hatte.

Bei Vignale – der Regen hatte mittlerweile aufgehört – fuhren wir durch ein wildes einsames Gebirgstal nach Elva. Diese Straße hatte ich zufälligerweise bei GoogleMaps entdeckt und sogleich in den Tourplan aufgenommen …











Nächster Pass ist der Colle di Sampeyre – im Nebel schlecht zu finden, aber wohl landschaftlich sehr sehenswert und eigentlich auch gut zu fahren.



Anschließend kommen wir über den dritthöchsten Alpenpass -kaum jemand kenn ihn: den Col de Agnel. Ein Grenzpass zwischen Italien und Frankreich, kaum befahren, nicht breit aber sehr gut ausgebaut und auch hier gilt: sehr schöne Landschaft, wenn nicht grade der Nebel im Weg ist. Oben auf der Passhöhe ist es 1,5 Grad kalt und der Schnee fegt uns um die Ohren und die Autos. Gestern noch bei 30 Grad am Mittelmeer gefrühstückt und heute im Schnee ….





Die französische Seite bietet dagegen viel besseres Wetter, der Nebel geht schnell weg und sogar die Sonne kommt durch. Dieser Pass ist seltsamerweise fast nicht befahren. Das gefällt uns, denn wir müssen keine Rücksicht beim bergabfahren nehmen ….

Einige Kilometer weiter – ich hatte gar nicht mehr dran gedacht – liegt zwischen uns und dem Tagesziel Briancon wieder der Col d`Izoard. Diesen Pass hatten wir ja schon auf der Anreise auf dem Programm. Jetzt gegen 17 Uhr ist fast niemand mehr auf der Straße und wir haben den Pass für uns alleine! Da macht es auch nix, wenn die Sicht diesmal nicht ganz so gut ist.







… der JochenTour-Aufkleber klebt übrigens noch von der Anfahrt ….

Tag 14
Nicole, Micha und Mazze fahren ab heute direkt durch nach Deutschland. Wir hingegen nehmen auf dem Weg nach Norden noch ein paar Pässe mit …..

Es beginnt mit dem Col du Montgenevre – wie am letzten Tag sind leider alle italienischen Gipfel im Nebel …



Zwischendrin geben die Wolken ab und an den Blick frei auf die umliegenden Berge: frischer Schnee liegt! Das wird spannend, denn ich weiß dass wir heute noch auf fast 2800m hoch wollen...



Nach dem wir den Col du Mont Cenis überquert haben (keine Bilder) kommen wir zu einem König der Alpenpässe: der Col de l`Iseran. 2764m hoch und bei diesem Wetter wirklich sehr interessant zu befahren!

Unten ist noch trockenes Wetter – oben scheint mittlerweile Schnee zu fallen ….



Die Straßen sind gut zu fahren, wie üblich ohne jeglichen Verkehr nur mit ein paar Zicklein besiedelt ….





Oben kommen wir langsam in winterliche Gefilde ….







…. ihr wisst ja langsam was jetzt auf der Passhöhe folgt …. grins









Der Cormet de Roselend ist der nächste Pass auf unserem weiteren Weg. Gefällig zu fahren, gut einsehbar – es macht Spaß dort zu fahren!







Die letzten Aufkleber müssen auch noch verwendet werden ….





Irgendwann ist es dann aber soweit, der letzte der vielen vielen Pässe der JochenTour 2009 liegt vor uns: der Col des Aravis. Dies wird ausgiebig mit mehreren Cafe au lait gefeiert!!



Abends kommen wir dann am Lac d´Annecy an und bleiben für eine Nacht.



Tag 15
Heute geht es fast ausschließlich über Autobahnen zurück in die Heimat. Nach 650 Kilometern kommen wir wieder am Ausgangspunkt an.
Froh, dass alles so gut geklappt hat – aber nicht froh, dass es vorbei ist.




Die Tour war 5000km und 15 Tage kurz. Wir hatten viel Spaß, absolut keine Probleme mit Autos und Technik und die Unterbringung in der Villa war ein Glücksgriff.

Die Seealpen haben gehalten, was ich mir seit meiner letzten großen Tour dorthin 2005 versprochen hatte.
Das Wetter hat mitgespielt und die Tourteilnehmer haben prima zusammengepasst!

Gerit danke ich insbesondere dafür, dass sie mich mit Navi und Karte immer gut geleitet hat und wir immer gut unser Ziel gefunden haben.
Ebenso danke für die viiiiiiiielen schönen Bilder die du unter Todesverachtung aus rasenden Autos machen musstest ....

Gerit, es war mir eine große Freude, an deiner Seite diese große Tour machen zu können!!

Bis zum nächsten Jahr in den Pyrenäen!

Jochen

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